Abtretende Gemeindepräsidentin baut Regionale Informations- und Beratungsstelle Alter auf.
Mit der neuen Aufgabe startet die gebürtige Kaltbrunnerin bereits Mitte Juni 2026. Als langjährige Gemeinderätin und -präsidentin ist Daniela Brunner mit der Region Zürichsee-Linth bestens vertraut. Sie kennt die Bedürfnisse auch der älteren Bevölkerung sehr gut.
Daniela Brunner war seit 2017 Gemeinderätin in Kaltbrunn, 2020 übernahm sie das Präsidium. Dabei gestaltete sie die Entwicklung von Alters- und Gesundheitsfragen auf strategischer Ebene mit. Sie realisierte in ihrer Amtszeit das Erneuerungs- und Neubauprojekt des Alterszentrums Sonnhalde. Zusätzlich absolvierte Daniela Brunner eine Aus- und Weiterbildung in Gerontologie. Der Aufbau der Regionalen Informations- und Beratungsstelle ist für sie deshalb nicht bloss ein nächster beruflicher Schritt: «Diese Aufgabe ist für mich eine Herzensangelegenheit. Die Vielfalt und Themenbreite rund um Altersfragen interessieren mich und sind mir nach wie vor ein grosses Anliegen. Gerne bringe ich meine berufliche Erfahrung, mein politisches Verständnis und Netzwerk sowie mein Fachwissen in der Öffentlichkeitsarbeit für diese Sache weiterhin ein.»
Gross ist die Freude über die Zusage von Daniela Brunner bei der Spitex Linth. Präsident Peter Göldi spricht von einem Glücksfall: «Mit ihr gewinnen wir einen absoluten Profi für diese Sache. Sie hat als Gemeindepräsidentin Fingerspitzengefühl und viel Menschlichkeit bewiesen. Sie ist die Brückenbauerin, welche für diese Position gebraucht wird.» Und Geschäftsleiterin Christine Schnyder fügt an: «Nicht nur fachlich ist Daniela Brunner hervorragend qualifiziert, sondern auch ihr Teamspirit passt ideal zur Spitexcrew. Wir freuen uns auf sie.»
In seinem Bericht «Integrierte Versorgung im Alter» zeigte die Region Zürichsee-Linth im letzten Herbst die Notwendigkeit einer regionalen Anlaufstelle auf. Ältere Menschen und ihre Angehörigen würden oft vor einer Vielzahl an Herausforderungen in finanzieller, gesundheitlicher oder sozialer Hinsicht stehen. Nicht alle seien in der Lage, diese eigenständig zu bewältigen. Sie benötigten Beratung und aktive Hilfe. Dieser Bedarf wird in Zukunft sogar noch zunehmen. Gemäss aktueller Statistik verdoppelt sich die Altersbevölkerung im Segment der über 80-Jährigen in den kommen 25 Jahren auf gut 10'000 Menschen.
Die Region Zürichsee-Linth lud deshalb letztes Jahr fünf Institutionen ein, eine Offerte zum Aufbau der Regionalen Informations- und Beratungsstelle einzureichen. Der Auftrag wurde schliesslich der Spitex Linth erteilt. Dies, weil sie bereits heute in diesem Altersbereich tätig ist und die neue Stelle sich sehr gut in die bestehende Struktur eingliedern lässt. Zudem war ihr Angebot das kostengünstigste.
Ziel der Regionalen Informations- und Beratungsstelle ist es, alle Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinden Eschenbach, Schmerikon, Uznach, Gommiswald, Kaltbrunn, Benken, Schänis, Weesen und Amden frühzeitig und bedarfsgerecht über die Möglichkeiten im Einzugsgebiet zu beraten. Sie sollen so lange wie möglich zu Hause bleiben können mit der Unterstützung bereits vorhandener Angebote und Dienstleistungen. Unnötige Spital- oder Heimeintritte können so verhindert und die öffentliche Hand bei den Kosten entlastet werden. Die Regionale Informations- und Beratungsstelle Alter wird einen regelmässigen Austausch mit der Fachgruppe Alter der Region Zürichsee-Linth pflegen. Inzwischen gaben sieben Gemeinden grünes Licht für den Start diesen Sommer. Eschenbach und Schmerikon folgen voraussichtlich 2027. Daniela Brunner wird zuerst mit der Aufbauarbeit beginnen und danach mit einem kleinen Team die Beratungen vornehmen.